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| Eine Leserdiskussion Am Freitag, dem 23. Mai 2008 trafen sich über sechzig "RotFuchs"-Leser um 16.30 Uhr in den Räumen der Volkssolidarität in der Berliner Torstraße 203 zu einer Diskussion über die in unserer Zeitschrift veröffentlichten Meinungen über die Ursachen der Niederlage, die der Sozialismus in Osteuropa erlitten hat und die daraus zu ziehenden Lehren. In der Aussprache kamen 17 Genossinnen und Genossen zu Wort. Es ging lebhaft zu - betrifft das Thema doch die ureigenen Probleme unserer eigenen Lebenserfahrungen, unsere Zukunftshoffnungen und unser tägliches Wirken für eine bessere Welt. Da es dabei um recht vielfältige Fragen geht und sich diese Fragen auch nicht auf die DDR beschränken lassen, sind auch die Ansichten darüber vielfältiger Natur. Dabei geht es um Theorie und praktische Politik, Nationales und Internationales, Ökonomie und Ideologie, Staatsrecht, Demokratie und Medienmacht, die Rolle der Partei und die Entwicklung der Arbeiterklasse und ihrer Führungspersönlichkeiten, um den Imperialismus heute und vieles mehr. So unterschiedlich die Aspekte waren, die in der Diskussion hervorgehoben wurden - einig waren sich die Teilnehmer dieser interessanten Zusam¬menkunft darin, daß die Aussprache darüber nützlich, ja notwendig ist, daß sie fortgesetzt werden muß. Das wird sowohl in unserer Zeitschrift als auch in den Veranstaltungen des "RotFuchs"-Fördervereins geschehen. Wenn wir die Vergangenheit analysieren, um für die Zukunft zu lernen, dann müssen wir sowohl die Ursachen unserer Erfolge als auch die Ursachen unserer - zeitweiligen - Niederlage einschätzen und dabei immer beachten, von welchem Standpunkt aus die Kritik anzusetzen ist. Die imperialistische Bourgeoisie und ihr Anhang kritisieren uns nicht wegen unserer Fehler, sondern weil wir sie entmachtet hatten. Sie bemühen sich, die Niederlage, die der im Aufbau begriffene Sozialismus in Osteuropa erlitten hat, als Versagen des Marxismus-Leninismus hinzustellen. Versagt haben wir aber nicht, wenn wir diesen richtig angewendet haben, sondern wenn wir von ihm abgewichen sind! Es bleibt unsere Pflicht, diese Erkenntnis an die uns nachfolgende Generation weiterzugeben. |